Ich habe mich entschlossen, dieses Thema aufzugreifen, da es jeden Einzelnen betreffen wird, der hier leben möchte. In Deutschland war der Jahresverbrauch pro Kopf etwas mehr als 300 Kubikmeter – in Malta sind es – je nach Quelle und Jahr – zwischen 50 und 150 Kubikmeter.

Es fällt auf einer Insel ,die von Wasser umgeben ist nicht immer leicht, sich mit dem Thema Wasserknappheit und somit der Einsparung auseinander zu setzen, wenn der bisherige Lebensstil hiervon bisher nicht beeinflusst war. Die Malteser sind sich der Problematik bewusst, es laufen diverse Programme und es liegt zum Einen noch viel Aufklärungsarbeit vor den Beauftragten und zum Anderen, ist man doch recht befremdet, wie manchmal verschwenderisch damit umgegangen wird.

Hier ist ein sehr interessantes und umfassendes Interview Manuel Sapiano von der Wasserbehörde:https://www.eea.europa.eu/de/signale/signale-2018/artikel/interview-malta-wasserknappheit-ist-ein

Ich lege dieses Interview jedem ans Herz, der hier permanent leben möchte.

Wie gehe ich selbst mit dem Wasserverbrauch um? Wir wohnen zur Miete, unser Vermieter ist supernett, aber irgendwo in den 70ern hängen geblieben. Was wir nun an Spülkasten und Armaturen nicht einsparen können, kompensieren wir mit einer Osmoseanlage. Diese hatten wir aus Deutschland bestellt (500 € plus Versand) aber es war unsere einzige Lösung, das alle hier vor Ort erhältlichen Angebote mit Leitungsverlegung und dem Bohren durch die Arbeitsplatte verbunden waren – was natürlich auf Unwillen vom Vermieter stieß.

Unsere lässt sich über einen abnehmbaren Wassertank befüllen, sie benötigt nur eine Steckdose. 3l Wasser aus dem Wasserhahn hinein, durchlaufen lassen 1,5 l Wasser für Kochen und Heißgetränke. Die restlichen 1,5 befinden sich im gleichen Wasserbehälter und können noch ein weiteres Mal aufgefüllt werden – und so werden nochmals 1,5l gewonnen – aus 4,5 Input 3,0 l output – das Verhältnis fand ich gut.

Die nun übrig gebliebenen 1,5 l könnte ich zum Wässern oder Wischen nehmen. Ich sammle sie in leeren 5l Plastik Globen und gebe sie der Waschmaschine zu, wenn diese am Wasser ziehen ist. Somit spare ich hier Wasser nicht nur ein, sondern vermindere auch die Kalkablagerungen in der Waschmaschine.

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