An mir ist sicher kein Schriftsteller verloren gegangen, aber trotzdem versuche ich Euch meine Eindrücke von Malta zu vermitteln, wenn es zum Thema Autos und Autofahren kommt.

Grundsätzliches vorweg – es macht in den wenigsten Fällen Sinn, sein Auto aus Deutschland, der Schweiz oder dem Rest der Welt herzubringen, auch sollte man ein Rechtsgelenktes Schnäppchen vielleicht in Holland machen können.. Jedes Fahrzeug, das nicht seit mindestens 2 Jahren in Eurem Besitz ist, zählt nicht als Umzugsgut und wird versteuert, EU hin oder her, es interessiert Malta nicht. So kommt die Steuerbehörde für einen Gebrauchten auf 60% vom Neupreis – nehmen wir mal einen Neupreis von 25.000 € an, dann sind hier schnell 15.000 weg.

Wer es für seinen eigenen PKW berechnen möchte:

http://www.valuation.vehicleregistration.gov.mt/motorVehicle.aspx

Es ist klar wohin es geht: Kaufe Dein Fahrzeug hier auf Malta. Ich habe unseren Wagen von Hamburg nach Malta gefahren, war spannend, teilweise entspannend, lustig (auch aus Sicht unserer Katze mit der ich noch nicht fliegen wollte).

Aber bereits nach den ersten Metern auf Maltesischen Straßen und mit der hiesigen Verkehrsdisziplin: Das Auto muss einem Rechtslenker weichen – überholen wird sonst ein Glücksspiel.

Die Straßen sind oft eng, schlecht oder der Fahrstil ist „gewöhnungsbedürftig“. Für uns war schnell klar: Erstmal einen Kleinwagen aufgrund obiger Problematik – dann sind Beulen und Kratzer kein Problem. Schnell stellten wir fest, das wir gar nicht mehr brauchen. Wir kommen zuverlässig von A-B – es treibt mir nicht die Wutröte ins Gesicht, wenn mein Parknachbar mal wieder seinen Einkauf auf meinem Autodach abstellt (würde er auf seinem nie machen).

Trotzdem sind an den Fahrzeugen hier wenige „inseltypische Schrammer“ zu verzeichnen – die kannten wir nur zu gut von Mallorca – dort inkludierte das auch komplette Rundumschäden…Egal, das ist hier schon anders…Die Auswahl im Gebrauchtwagen Markt ist groß und für eine Insel sind die Preise erstaunlich fair. Eben an das Gehaltsgefüge angepasst. Da macht ein Import finanziell absolut keinen Sinn.

Neuwagenhändler aller großer Marken sind hier auch zu finden – bis hin zum Oldtimerclub, falls jemand hier Interesse hat. Was hier für Schätze in den privaten Garagen stehen und top gepflegt werden ist unglaublich.

Aber irgendwann kommt das Auto auf die Straße – die Versicherung und Anmeldung werden hier vom Händler übernommen – klappt perfekt. Hinweis: Der Schadensfreiheitsrabatt kann angerechnet werden. Gern helfen wir Euch dabei.

Theoretisch wäre man nun in der Lage die Insel zu erkunden, wobei zur „nicht-Hauptverkehrszeit“ dem auf Gozo nichts im Wege steht. Auf Malta sollte man sich in Ballungsgebieten auf ein Stop-and-Go wie in New York einstellen… Die in Malta in 2017 angemeldeten Fahrzeuge ergaben – Stoßstange an Stoßstange – eine Entfernung von Valletta nach Barcelona und den halben Weg zurück.

Auch Straßenerweitungen, Flyover, Bypässe – es entlastet den Verkehr nur bedingt. In Gozo ist hier mit weit weniger Problemen zu rechnen. Es sind einige Straßen auf der Agenda erneuert zu werden. Es tut sich also auch hier was.

Wir fahren seit 2013 auf Malta und seit 2018 auf Gozo täglich – bisher unfallfrei. Unsere Versicherung deckt 3 Mal abschleppen ab – haben wir bisher nicht gebraucht.

Wer im Anfang noch wegen des Linksverkehrs unsicher ist: ein paar Fahrstunden erleichtern die Umstellung und sind mit 7-10€ /Std. sehr erschwinglich. Somit kann jeder hier auch günstig einen (auch im Rest der EU anerkannten) Führerschein machen.

Bei allen Fragen und Wegen helfen wir gern, sprecht uns rechtzeitig an – besser vorher planen, als hinterher „ausbügeln“.

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