Heizung – auch auf Malta ein Thema

Es gibt die „Maltesische-Lösung“: Diverse Lagen Kleidung übereinander = Zwiebelprinzip.
Das ziehen die auch stramm bis ins Bett durch. Ich denke, jeder „Zugezogene“ sucht nach einer anderen Lösung…

Eines vorweg: Zentralheizung, Fußbodenheizung sind technisch verfügbar. Der Standard ist eher dürftig. Meist sind diese in Häusern zu finden, die nicht zur Vermietung und fast noch seltener zum Verkauf sind. Für wen das ein MUSS ist, ist die einzige Möglichkeit selber zu bauen – bzw. bauen zu lassen. Mit allen Nerven, Zeit und Geld, um es von A-Z durchzuziehen.

Gehen wir nun die realen Optionen durch:

Die am häufigsten anzutreffende Variante: Gasheizer (verkleidete Gasflasche auf Rollen – lol).
Jaaaa, warm macht es den Raum – aber die somit produzierte Feuchtigkeit schlägt sich nicht nur innen an den Fenstern nieder sondern lässt auch Schimmel wie einen kultivierten Rasen sprießen. Papier und Kleidung schimmelt gleich mit. Kein Wunder das Malta die zweithöchste Asthmaquote ganz Europas hat…

Ofenheizung
offene Kamine sind im Wohnbereich anzutreffen – die restlichen Räume sind oft ohne Heizung oder dann doch mit Klimaanlage. Eine echte Ofenheizung hab ich persönlich noch nie gesehen.

Kommen wir zum heizen mit Strom:

Klimaanlagen – die Nummer zwei in der Beliebtheitsskala. Einmal montiert, wärmt sie im Winter und kühlt im Sommer. Sie werden mit ca 1,5Kw abgegebenen – die Modelle und Vierbräuche unterscheiden sich natürlich. Im Prinzip denke ich – man liebt sie oder hasst sie.

Heizlüfter oder Radiatoren – hmm, ich denke, niemand kommt auf die Idee diverse 2000W Heizlüfter/Radiatoren in einer 3 Zimmerwohnung 12 Stunden am Tag laufen zu lassen (ca. 16cent/Kwh) – gleich mal nachrechnen für eine Heizperiode von mindestens 4 Monaten…

Infrarotheizungen – als Paneel

Diese Form des Heizens begleitet uns seit fast 18 Jahren. Schon in Deutschland haben wir kleine Räume nachträglich ausgerüstet und haben es auch für Malta übernommen. Unser erstes Paneel aus 2003 verrichtet auf Mallorca noch seinen Dienst. Derzeit haben wir in einem Raum von ca. 15 m³ ein 350W Paneel unter der Decke montiert und die Stromversorgung und den Schalter der Lampe genutzt. Die Deckenlampe ist einer Stehlampe gewichen. Die Abstrahlung ist somit optimal für die Wärme – und was für uns noch wichtiger ist – wir haben keine Feuchtigkeit im Raum. Es ist eine angenehme und trockene Wärme. Unsere Stromkosten waren auch in den Heizmonaten immer moderat, wir sind immer mit unseren monatlichen Vorauszahlungen nicht nur ausgekommen sondern bekamen über den Jahresdurchschnitt noch Geld vom Vermieter zurück.

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